Bauherr
ÖBB-Infrastruktur AG, AT-1120 Wien
Projektverfasser
Planungsgemeinschaft Semmering, AT-1120 Wien
Basis-Tunnel - PGST, AT-1120 Wien
Bauzeit
05.2016 – 04.2025
Bausumme
CHF 326 Mio. (€ 301 Mio.)
Bauausführung
ARGE SBT3.1 Grautschenhof
ARGE-Partner
Marti GmbH Österreich, AT-8045 Graz
Marti Tunnel AG, CH-3302 Moosseedorf
Federführung und technische Leitung
Marti GmbH Österreich, AT-8045 Graz
Kaufmännische Leitung
Marti Tunnel AG, CH-3302 Moosseedorf
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Objektbeschrieb
Das Projekt des rund 27,3 km langen Semmering-Basistunnel neu (SBTN) umfasst folgende Hauptelemente:
- Zwei eingleisige Streckenröhren mit den Portalen Gloggnitz und Mürzzuschlag
- Querschläge, deren Abstände zueinander höchstens 500 m betragen
- Nothaltestellen
Der gesamte Tunnel wird über die Portalbaustelle
Gloggnitz sowie drei Zwischenangriffe ZA Göstritz, ZA Fröschnitzgraben und ZA Grautschenhof aufgefahren.
Der Tunnel wird in drei Baulose unterteilt:
• Baulos SBT1.1 - Tunnel Gloggnitz
• Baulos SBT2.1 - Tunnel Fröschnitzgraben
• Baulos SBT3.1 - Tunnel Grautschenhof
Die Vortriebsarbeiten für die beiden Streckenröhren des Bauloses SBT3.1 erfolgen über die beiden Schächte Sommerau 1 und Sommerau 2 vom Schachtfussbereich ausgehend.
- Schachtdurchmesser 8 m bzw. 14 m
- Schachttiefe 100 m
- Ausbruchsquerschnitt der Regelquerschnitte 70 - 94 m²
- Länge Streckenröhren 6.9 km bzw. 7 km
- Anzahl Querschläge alle 500 m 14 Stk.
Baulos SBT3.1
Die Vortriebsarbeiten für die beiden Streckenröhren erfolgen über die beiden Schächte Sommerau 1 und Sommerau 2 vom Schachtfussbereich ausgehend.
- Schachtdurchmesser 8 m bzw. 14 m
- Schachttiefe 100 m
- Ausbruchsquerschnitt der Regelquerschnitte 70 - 94 m²
- Länge Streckenröhren 6.9 km bzw. 7 km
- Anzahl Querschläge 14 Stk.
Geologie
Die geologische Charakterisierung des Projektes weist 28 Gebirgsarten auf. Diese erstrecken sich von Lockergesteinen bis hin zu Festgesteinsgebirgsarten mit Störungszonen. Die Gebirgsarten des Baulos SBT3.1 Tunnel Grautschenhof setzen sich aus den unterschiedlichen Gesteinsarten des Semmering Kristallins und den permomesozoischen Einheiten der Zentralalpen zusammen.
Als massgebliche Einheiten sind hierbei Glimmerschiefer und Phyllite des Semmering Kristallins mit einem Auftreten von ~ 45 % beschrieben. Störungsbereiche sind mit 20 % Gneise und Kalke mit jeweils 10-15 % zu erwarten.
Leistungsbeschrieb
Ausbruch-, Felssicherungs- und Injektionsarbeiten
- Schachtausbruch: Spreng- oder auch Baggervortrieb
- Schachtgrösse: 8 m bzw. 14 m, 100 m tief
- Injektionskavernen: 2 Stk. à je 30 m (180 bis 210 m²)
- Logistik: Schacht- und vertikales Fördersystem
Tunnelausbruch: konventionelle Methoden
(Kalotte und Strosse/Sohle)
- Länge und Querschnitt: 6,9 und 7 km / 70 bis 94 m²
- Injektionen und Erkundungsbohrungen
- Felssicherung: Spritzbeton (276'000 m³) und Fels- verankerungen (164'000 Stück)
- Zusätzliche Felssicherung: Selbstbohranker (343'000 Stk.), Gitterträger (210'000 m), LSC-Elemente (4'300 Stk. und Rohrschirm (146 m)
- Querverbindungen: 14 Stk., ca. 36 m lang (36 bis 40m²)
Grundwasser- und Frostschutzarbeiten:
- Rohrschirm und Abdichtung inkl. Querverbindungen 310'000 m³
Oberflächen- und Bodenarbeiten
- Erd-, Voreinschnitt- und geotechnische Arbeiten
- Installation eines Fördersystems plus Brecheranlage
- Strassenbauarbeiten
- Trinkwasser- und Entwässerungssystem
- Installation von Kabelrohren und Kanalisierung
Betonarbeiten
- Tunnel und Querverbindungen: Stahlbetonauskleidung
- Betonmenge: 366'000 m³
Kontakt
Marti Tunnel AG
Seedorffeldstrasse 21
CH-3302 Moosseedorf
Tel. +41 31 388 75 10
tunnel@martiag.ch