18.08.2021
Störzone Ritom - Erfolgreich durchörtert

Sondierungen

Um die Störzone besser einschätzen zu können und das weitere Vorgehen zu planen, wurden drei Sondierbohrungen mit einer Gesamtlänge von 37 Meter durchgeführt. Zusammen mit der anschliessenden Kamerabefahrung der Bohrlöcher, konnten die örtlichen Verhältnisse im Bereich der Störzone eruiert und die nötigen Massnahmen festgelegt werden.

Massnahmen

Das umliegende, geschwächte Gebirge wurde mit 16 ausinjizierten Selbstbohrankern, mit einer Gesamtlänge von 164 Meter stabilisiert. 

Arbeiten während des weiteren Vortriebs

Nach der Verfestigung der Störzone wurden der Vortrieb wieder aufgenommen. Zur Sicherung des Arbeitsraumes wurde der Bereich des Niederbruches mit Spritzbeton verfüllt und der Tunnel auf einer Länge von zehn Metern mit Linerplates (vollflächiger Stahleinbau) ausgebaut. 

Pro Tunnelmeter haben die Mitarbeiter von Marti somit rund 1.2 t Stahl und bis 2.5 t Trockenspritzbeton von Hand verarbeitet.

Rückblick

Aufgrund der richtigen Einschätzung der erfahrenen Vortriebsmannschaft, der Kompetenz unseres Geologen-Teams, sowie den Interventionsmöglichkeiten für manuelle Massnahmen, welche diese TBM im L1 trotz des geringen Ausbruchdurchmessers bietet, konnte diese Störzone erfolgreich und sicher aufgefahren werden. Seit dem 9. August 2021 läuft der Vortrieb im Schrägschacht wieder normal.

 
Marti Tunnel AG
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