24.09.2019
Mit Vollgas voraus

Die Spezialisten bauen mit Hilfe der montierten Monorail täglich grosse Mengen an Schotter der alten Gleise ab, installieren die neuen Gleisjoche und betonieren die feste Fahrbahn. Für die unterschiedlichen Arbeiten werden fünf verschiedene Bauzüge benötigt, welche alle durch unsere Mitarbeiter konzipiert und gebaut wurden.

​Es geht voran

Unsere Teams sind bestens auf die engen und herausfordernden Verhältnisse eingestellt und leisten eindrückliche Arbeit. Die Arbeiten kommen zügig voran – auch wenn die Arbeiter nicht immer voraussehen können, wie viel Arbeit wirklich ansteht, da die auszubauenden Massen stark variieren.

​Eine Monorail im Gewölbe

Die Marti Tunnel AG setzt für die Versorgung der Baustelle auf eine, in der Firste aufgehängte, Monorail. Die Vorarbeiten (das Ankerbohren) für die Installation dieser Maschinerie dauerten von Februar bis April. Nach der Inbetriebnahme der Monorail starteten die eigentlichen Gleisbauarbeiten, welche den Rest der Bauphase andauern werden.
Die Hauptarbeitsschritte bestehen aus dem Ausbauen und Abtransportieren der alten Gleisjoche, dem Ausbau des Gleisunterbaus, dem Betonieren der Gleistragplatte und zuletzt dem Einbau und Vergiessen der neuen Gleise. Sämtliche Materialtransporte werden über die Monorail ausgeführt, so auch der Ausbau vom Schotter, welcher mittels Marti Technik Förderbändern auf den Schotterzug verladen wird. Der Einbau der neuen Schienen verlangt höchste Präzision. Die Gleise werden auf den Zehntels-Millimeter genau eingebaut.




​Die fahrende Arbeitsplattform

Die eingesetzten Züge sind von den Spezialisten unserer Inventarabteilung für das Projekt am Lötschberg konzipiert und gebaut worden. Insgesamt sind fünf verschiedene Züge im Einsatz. Ein Ankerzug, zum Bohren der Anker für die Monorailanlage. Ein Gleiseinbauzug für die Demontage und Montage der Gleise. Ein Schotterzug zum Abtransport des gesamten Schotters. Ein Betonierzug für die Betonage der festen Fahrbahn und ein Infrastrukturzug, auf welchem die permanent benötigte Infrastruktur wie Toiletten, Wasseraufbereitung und -versorgung sowie Notfallcontainer stationiert sind.
Das Koordinieren und Planen der Dienstfahrten ist eine enorme Herausforderung. Wenn ein Zug Verspätung hat, hat dies Auswirkungen für den ganzen restlichen Arbeitstag. Es gibt nur gewisse Zeitfenster in denen die Züge bewegt werden können.


Intensivbauphase bis November

Bis Ende November ersetzen die Spezialisten, in einem „sieben Tage Betrieb“, zirka 280 Meter Fahrbahn pro Woche. Ab Dezember kehrt erneut die Winterpause ein. Die BLS ist in den Wintermonaten am Wochenende jeweils auf beide Gleise angewiesen, daher ruhen die Hauptarbeiten während dieser Zeit und es finden lediglich Vorarbeiten für die nächste Intensivbauphase ab Ostern 2020 statt.

 
Marti Tunnel AG
Seedorffeldstrasse 21
CH-3302 Moosseedorf
+41 31 388 75 10