Bis der Verkehr durch die neue Röhre rollt, wird es noch dauern. Im Jahr
2022 wird sie dem Verkehr übergeben. Denn der Durchbruch ist zwar ein
Meilenstein, aber zur Verkehrsfreigabe gehört mehr. Nachdem die Teilschnittmaschine
den oberen Teil des Tunnels, die Kalotte, ausgebrochen hat, muss das Gebirge
gesichert werden. Im Gubrist ist die Geologie nicht einfach, das Gebirge des
Molasserückens besteht hauptsächlich aus Nagelfluh und marinem Sandgestein.
Kein einfach zu
handhabendes Gestein für die Mineure. "Wir haben für die Sicherung des
Gewölbes rund einen Drittel der Zeit aufgewendet", erklärt Baustellenchef Rolf
Dubach. "Nach 1.5 Metern Ausbruch, haben wir stahlfaserverstärkten Spritzbeton
aufgetragen, dann Stahlbögen eingebaut und die wieder mit Spritzbeton
gesichert." So kam das Team im Vortrieb auf eine Tagesleistung von etwa 5
Metern pro Arbeitstag. In Schichten haben die Tunnelbauer nach der Kalotte die
Strosse und zuletzt die Sohle des Tunnels mit seinen rund 15 Metern Durchmesser
abgebaut. Danach wird die eigentliche Tunnelröhre von der Sohle her aufgebaut.